screening room

Wednesday 18-01-2012

screening room - neu im kino

 

Author : Katherina Lochmann

Ab dieser Woche im Kino: Leonardo DiCaprio blickt auf ein Leben zurück, Christian Ulmen geht wieder zur Schule und ein Österreicher auf der Suche nach einem Ausweg.

Empire Me

Paul Poet hat für seinen Dokumentarfilm "Empire Me" sechs Alternativwelten besucht. Das heißt, er hat sich mit Menschen beschäftigt, die mit den gängigen Gesellschaftssystemen so unzufrieden sind, daß sie neue gegründet oder sich diesen angeschlossen haben. Diese Mikronationen bieten den Bewohnern ein Experimentierfeld für alternative Formen des Zusammenlebens. Die Frage bliebt allerdings, ob das zum Glück reicht oder die Probleme die gleichen bleiben.

 

J. Edgar

J. Edgar Hoover hat in den 1920er Jahren die US-amerikanische Kriminalpolizei gegründet. Er hat unter acht Präsidenten gedient und das auch, weil er diese bespitzeln ließ und erpressen konnte. Doch neben dieser öffentlichen Person hat Regisseur Clint Eastwood sich besonders für die Persönlichkeit dahinter interessiert. Er zeigt in seinem Film "J. Edgar" einen Mann mit Schwächen und Unsicherheiten, die er immer verbergen wollte. Ein Muttersöhnchens, das von Selbstzweifeln geplagt wird, ein verkappter Homosexueller. Leonardo Di Caprio gibt den FBI-Direktor genial und lässt ihn auf sein Leben zurückblicken.

 

Jonas

Christian Ulmen ist 36 Jahre alt, hat aber wieder Lust auf Schule gehabt. Und da er es gewohnt ist, in Rollen zu schlüpfen, hat man sich bald schon auf die Suche nach einer Schule gemacht, in der er die Schulbank drücken kann. Als Jonas. Der soll 18 Jahre alt sein und in der Klasse die letzte Chance auf den Schulabschluß wahrnehmen. Seine Mitschüler sind aber nicht eingeweiht in die Realität. Sie denken, die Kamerateams drehen eine Doku. Und so sind alle im Film "Jonas" echt, außer Ulmen. Sechs Wochen lang haben die Dreharbeiten gedauert. Jeden Tag haben drei Kameras stundenlang alles festgehalten, was Jonas so passiert in seinem neuen Umfeld. Dabei hat sich Ulmen davon entfernt, den Clown zu spielen, sondern versucht, sich wirklich zu intergrieren. Wer also Lust hat, sich an eine unbeschwerte aber angstvolle Zeit zurückversetzen zu lassen, der ist hier genau richtig.

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