Es ist ein Uni-Projekt wie es praxisnaher kaum geht, bei dem der siegreiche Entwurf immerhin künftig für alle zugänglich im Wiener Kunstmuseum Belvedere zu sehen sein wird. Es ist aber auch ein spannender, neuer Schritt für das Museum selbst.
Auf Initiative des Belvedere arbeiteten Studierende der Industrial Design-Klasse von Paolo Piva an der Universität für angewandte Kunst Wien ab 2010 an der Entwicklung eines neuen „Belvedere- Rahmens". Insbesondere in der Sammlung des 20. Jahrhunderts warten mehrere Werke auf eine neue Rahmung, darunter das 1951 entstandene Gemälde Dr. Bassa's Magische Form von Oskar Kokoschka. Unter dem Titel Kokoschka sucht einen Rahmen werden die Ergebnisse der intensiven Auseinandersetzung nun vorgestellt. Das Siegerprojekt wird durch eine Fachjury gekürt und am 20. Februar präsentiert.
In der Ausstellung werden sowohl der Entwicklungsprozess als auch Prototypen der Bilderrahmen präsentiert. Darüber hinaus können 27 Werke aus der Sammlung des 20. Jahrhunderts mit den neu entworfenen Rahmen begutachtet werden.
Eine weitere Spezialschau führt dem Besucher außerdem eine Vielzahl von unterschiedlichen Rahmen vor Augen. Von den „Anfängen" der Rahmengeschichte im Mittelalter über das Barock bis ins 20. Jahrhundert finden sich die unterschiedlichsten Lösungen zur Rahmung von Gemälden und Grafiken.
Interview:
Kokoschka bekommt einen Rahmen!
1. bis 26. Februar 2012
Unteres Belvedere, Orangerie

