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"Mercy, Mercy, Mercy"

Cannonball Adderley

Der Opener der Compilation kommt vom Cannonball Adderley Quintett – Mercy, Mercy, Mercy. Geschrieben hat den Titel allerdings niemand geringeres als Joe Zawinul. Ein Ausnahmekünstler!

Stormy Weather, einer der ersten Filme in dem fast ausschliesslich schwarze Entertainer dieser Zeit auftraten sollte das weiter Leben des damals erst 12jährigen Joe Zawinul bestimmen.

Von diesem Augenblick an war der gebürtige Wiener vom Jazz infiziert und entwickelte sich zu einem der anerkanntesten Keyboarder im Bereich der improvisierten Musik, aber auch zu einem Komponisten, der sowohl künstlerisch wie auch kommerziell große Erfolge feiern sollte.

Nach der Gründung der Austrian Allstars, sowie Engagements in der Johannes Fehring Big Band und bei Fatty George hatte der Ausnahmepianist den karrieretechnischen Zenit in Österreich erreicht. Um sich weiterentwickeln zu können, entschloss er sich 1959 in die Vereinigten Staaten aus zuwandern.

Schnell machte er sich in New York einen Namen und arbeitete binnen kürzester Zeit mit Jazzgrößen wie Ella Fitzgerald, Maynard Ferguson oder Dinah Washington.

1965 sah sich Joe Zawiul jedoch in einer musikalischen Sackgasse und versuchte sich neu zu orientieren. Er begann mit Sounds und Synthesizern zu experimentieren und setzte auch hier Maßstäbe. Gemeinsam mit Miles Davis nahm er 1969 „In a Silent Way“ und 1970 „Bitches Brew“ auf und schuf damit Meilensteine der Jazzgeschichte.

1970 gründete er gemeinsam mit Wayne Shorter die Jazzrockformation „Weather Report“, die bis zu Ihrer Auflösung 1985 musikalische Grenzen sprengte und damit auch wirtschaftlich äußerst erfolgreich war.

Gute Musik war für Joe Zawinul immer eine gekonnte Mischung aus Einfachheit und Raffinesse. Und so ist er auch als Composer für zahlreiche Hits und Jazzstandards, wie etwa „Birdland“ oder „Walk Tall“ verantwortlich.

Seinen ersten und wohl grössten Hit schrieb er aber für das Julian „Cannonball“ Adderley Quintett, dessen Keyboarder er von 1961 – 1970 war. „Mercy, Mercy, Mercy“ erschien 1966. Die Single verkaufte sich unglaubliche 700.000.

Kein Wunder also, dass die Sendungsmacher Thomas de Martin und L Seguno genau diesen Track als Eröffnungsnummer ihrer ersten Compilation gewählt haben.



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