Man kann sich nicht satt hören an Geschichten aus oder über New York, der Metropole die niemals schläft. TV Serien erklären uns den Sex, Kultregisseure den Alltag. Tatsache ist und bleibt, New York ist ein kultureller Schmelztiegel. Den musikalischen Beleg für diese These beweist das Album "We walk around like this" von Ray Lugo.
Loisaida, so wird das Viertel in Downtown Manhattan genannt, in dem der in Venezuela geborene Ray Lugo aufwuchs. Schmutzig, gefährlich und vollkommen heruntergekommen, so beschreibt er es oberflächlich, für Einflüsse aus den verschiedensten Subkuluturen in den 70er Jahren aber genial. Ray Lugo ist unser Stadtführer, und lässt sich auf "We walk around like this" nicht lange bitten und führt uns durch die Tradition des Melting Pot New York.
Musikalischen Weitblick beweist Ray Lugo bereits seit vielen Jahren als Frontman der famosen New Yorker Afro Beat Kapelle Kokolo. Auf seinem ersten Soloalbum darf er bei den Musikern eben aus dem Vollen schöpfen. Die Percussions etwa stammen von Fernando Velez, der schon für Amy Winehouse trommelte, Gitarrist Andy Averbuch kommt aus der Band von Boogaloo Legende Joe Bataan. Habe ich Afro Beat erwähnt? Auch den gibt es auf dem Album zu hören.
Ein erfrischender Mix, perfekt für den Sommer. Für jede Stimmung gibt es den perfekten Klang. Latin-Beats treffen auf karibische Klänge und Funk, brasilianische Samba auf Afro-Beats, Hiphop auf House. Und das alles mit einer charmanten Punk-Attitude. Mach was du willst, so das Motto. Und dabei hätte es das Album beinahe nicht gegeben. Die Macher des Münchener Label Jazz&Milk hörten ein paar Nummern von Ray Lugo und wollten mehr. Herausgekommen ist ein Album, das man im weitesten Sinne einfach als Pop bezeichnet. Und es macht Lust auf mehr!
ALBUM DER WOCHE - FACTS:
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