“This aint California”
Echte Jugendkultur in der DDR? Ein Skater der lässig im Handstand auf seinem Board vom Berliner Fernsehturm über den Platz gleitet. Das damalige Zentrum der DDR. Rollbretfahren hat man es offiziell genannt. Und es galt als westlich, dekadent und disziplinlos. Dass diese Subkultur sich darum wenig geschert hat, zeigt die Dokumentation “This ain’t California”.
Der Film von Marten Persiels erzählt die Geschichte, die Mitter der 80er in einer Plattenbausiedlung in der Provinz beginnt. Drei Jungs, die sich selbst Skateboards basteln, nach Vorbild aus dem Westen und in der Wohnsiedlung ihre ersten Tricks probieren. Und endet mit einem deutschen Skate-Wettbewerb in Ost-Berlin, bei dem einer der Jungs von der Stasi verhaftet und zu einer Haftstrafe verurteilt wird
Die Geschichte ist nicht exakt, hat aber viele wahre Kerne. Überraschend viel Archivmaterial gibts zu sehen, und wo keine Bilder vorhanden sind, hat ein Animationskünstler die Lücken mit kleinen Kurzfilmen gefüllt.
“Magic Mike”
Vom Tellerwäscher zum Millionär, solche Geschichten spuckt Hollywood am liebsten aus. Wenn sich der gut durchtrainierte Tellerwäscher dann auch noch das Hemd auszieht, ist zumindest das weibliche Publikum beglückt.
Im neuen Film von Steven Soderbergh spielt Channing Tatum einen erfolgreichen Stripper, der eigentlich lieber Möbel bauen möchte. Dazu gibts die obligatorische Liebesgeschichte
Über weite Strecken durchaus unterhaltsam. Und dass Channing Tatum Alex, Pettyfer und Matthew McConaughey die Hüllen fallen lassen, schadet nun wirklich auch niemandem.
"Starbuck"
Jeder kennt so einen Kerl. Um die 40, sympathisch und ein guter Kumpel, aber immer wieder von Problemen verfolgt und alles andere als mit beiden Beinen fest im Leben. So ein Kerl ist David Wozniak. Hauptdarsteller in der kanadischen Komödie “Starbuck”.
Für David lief es schon besser. Seine Freundin ist schwanger und will sich von ihm trennen und dann holt ihn auch noch seine Vergangenheit ein. Vor 20 Jahren war er nämlich ein überaus eifriger Samenspender. Jetzt erfährt er, dass er nicht nur der Vater von 533 Kindern ist, sondern ganze 150 davon ihn auch noch kennenlernen wollen und auf die Herausgabe seiner Identität klagen.
Die kanadische Komödie hat durchaus Kultpotential. Das hat auch Hollywood erkannt und plant bereits ein Remake in dem Vince Vaughn die Hauptrolle spielen soll. Erstmal vom Original überzeugen lassen. Starbuck ab Freitag in unseren Kinos.

